KI in der geisteswissenschaftlichen Forschung

Vom 2. bis 4. Juli 2026 tagte die Plenarversammlung des Philosophischen Fakultätentags auf Einladung der Universität Trier. Im Zentrum der Tagung stand das Thema „KI in der geisteswissenschaftlichen Forschung”, das sowohl das hochschulpolitische Gespräch am Eröffnungsabend als auch den gesamten Thementag prägte und zu anregenden, informativen sowie aufschlussreichen Diskussionen und Austausch führte.

Hochschulpolitisches Gespräch

Der Auftakt am Donnerstagabend wurde mit einem Grußwort von Prof. Dr. Eva Martha Eckkrammer, der Präsidentin der Universität Trier, eröffnet. Anschließend folgte eine Podiumsdiskussion, in der die eingeladenen Gäste das Thema „KI in der geisteswissenschaftlichen Forschung” aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten. Dabei wurden unterschiedliche Aspekte und Charakteristika von KI beleuchtet. Unter anderem wurden die Chancen und Risiken von KI in der Forschung, die Nutzung von KI als Tools und Hilfsmittel in der Forschung, die falsche Einstellung gegenüber KI, die Gefahr des Verlernens von Kompetenzen und weitere Gefahren angesprochen. Zu diesen und weiteren Punkten stellten die Gäste Beispiele, Berichte, Reportagen und Best Practices aus ihren Bereichen und Organisationen dar. Darüber hinaus spielten die Fragen „Wie kann KI gewinnbringend in der Forschung eingesetzt werden?“ und „Wie kann KI ethisch geregelt werden?“ eine große Rolle bei der Stellungnahme zu dem Thema. Die Diskussion wurde mit einer engagierten Fragerunde und einem interessanten Austausch mit den Teilnehmenden abgeschlossen.

Eingeladene Gäste:

  • Dr. Eva Schmidt – Professorin für Theoretische Philosophie, Technische Universität Dortmund
  • Dr. Florian Boge- Professor für Wissenschaftsphilosophie mit dem Schwerpunkt künstliche Intelligenz, Technische Universität Dortmund
  • Dr. Caroline Sporleder- Professorin für Digital Humanities, Institut für Informatik, Georg-August-Universität Göttingen
  • Dr. Benjamin Weyers Professor für Human-Computer Interaction, Universität Trier

Moderation hatte Prof. Dr. Kristina Engelhard und Prof. Dr. Diego De Brasi Universität Trier übernommen.

Thementag

Am Freitag, dem 3. Juli, näherten sich drei Vorträge dem Thema des Vortags aus den Perspektiven der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Klassischen Philologie und der Digital Humanities.

Die Vortragenden waren:

  • Andrea Beyer – Technische Projektleitung Institut für Klassische Philologie Humboldt Universität Berlin – Forschungskompetenz – Können und Verantwortung im KI-Zeitalter
  • Christoph Kümmel – Geschäftsstelle der Deutsche Forschungsgemeinschaft – Methode und/oder Forschungsgegenstand: Welche inhaltliche Rolle spielt künstliche Intelligenz in DFG-Anträgen?
  • Christoph Schöch – Professor für Digital Humanities Universität Trier – Künstliche Intelligenz in den Digital Humanities. Einsatzgebiete, Anwendungsszenarien und Erfahrungen am Trier Center for Digital Humanities

Der Thementag wurde mit einer Gesprächsrunde und einem anschließenden Kulturabend in Form eines Stadtrundgangs durch Trier abgerundet.

Wir möchten uns bei allen Gästen, Expertinnen und Experten sowie Mitwirkenden für ihre wertvollen Beiträge bedanken und freuen uns darauf, die gewonnenen Erkenntnisse in zukünftige Initiativen einfließen zu lassen. Die nächste Plenarversammlung findet vom 26. bis 28. November 2026 an der Universität Stuttgart statt und befasst sich mit dem Thema „Humboldt Erben? Geisteswissenschaften in einer veränderten Bildungslandschaft” statt.